Querfeldein-Turnier um die Martinsgans

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Über den Dächern von Hetzbach – Kann eine Martinsgans fliegen?

Volles Haus bei dem Fun-Turnier „Querfeldein“ am Buchenhof in Beerfelden

Golfbälle fliegen schon einmal kreuz und quer – aber ein Martinsgans?
Wohldurchdacht haben unsere Planer bereits zu Jahresbeginn den einmaligen Feiertag zur Reformation und Ehren Martin Luthers für das Saisonabschlußturnier „Querfeldein“ mit anschließendem Martinsgansessen ausgewählt. Die Folgen dieser Entscheidung zeigten sich unten.

So erlebte unser Club mit einem außergewöhnlichen großen Starterfeld, bei herrlichem Sonne-Wolkenmix ein richtig feines Golfturnier, das am Gänsebuffet noch durch zahlreiche weitere Besucher und Spielerpartner ergänzt wurde – die Hütte unseres kleinen Vereins war schlicht voll.

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Sprichwörtlich „Querfeldein“ und abseits der geebneten Bahnen fand das Turnier in den Hanglagen des Platzes seine Herausforderung an alle Teilnehmer. Außer weniger kurzer Fairway-Stückchen wurde „Kreuz und Quer“ über den Platz durch Wiesen, (abgemähten) Äckern und über Scheunen gespielt.

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Anstrengend wurde es dann, wenn auf einer Bahn nur ein Putter zugelassen war. Wer sich nach einem missglückten Abschlag (Herren 4) mit einem solchen Schläger durch das hohe Gras bis auf ein Grün (Loch 5) gearbeitet hatte, weiß, daß sich ein ersehntes Par schnell entfernen konnte. Klar auch, daß die gewöhnungs-bedürftigen Spielstrecken oft erst erfasst werden mussten und die richtige Strategie wesentlich einem Erfolg zugrunde lag. Mit dem auf drei Schläger begrenzten Set, darin bereits der obligatorische Putter, war das ein nicht einfaches Unterfangen. So mancher Flight von uns fand sich schnell mitten im Wald, Gebüsch oder echtem Rough (=Acker) wieder, mindestens ein Querschläger von Abschlag Herren 2 mit Ziel Grün 9 landete nach seinem Flug über das Rough, die Büsche oder Hütte zwischen Bahn 1 und 7 in der Nähe von Abschlag 8. Es lebe „Fore“, woher auch immer der Ball dann kommen mochte.

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Andererseits wurden mit klugem Spiel Birdies oder sogar gelegentlich ein Eagle erzielt. Daneben gab es Sonderwertungen für „The Longest Putt“ (Abschlag mit dem Putter: 184 m!!), „Nearest to the Pin“ (Abstand erster Abschlag zur Fahne: 78 cm) und „Sonderpunkte“ für das Treffen eines Daches einer Feldscheune des Platzes (auch das kann Golf!).

 

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Anekdoten des Tages:


Im Zentrum des Treibens stand wie jedes Jahr das bestens bestückte „Halfway-House“ von gesunden Nahrungsmitteln bis hin zu Bränden und Likören. Der Redakteur des Berichtes hat sich aus gegebenem Anlaß durch alle angebotenen Brände gearbeitet – der letzte war eigentlich dann nur noch alkoholisch spürbar. Bei unserem mitspielenden Clubpräsidenten war die Wirkung dagegen höchst unterschiedlich: Nach dem Passieren des Rasthauses in der 1ten Runde verlieh ihm der genossene selbstgekochte heiße Apfelwein Flügel und glanzvolle Schläge zu Birdies und Eagles in Serie. Nach Pause in der 2ten Runde befand er sich mitten im Wald (beide Abschläge sauber in die Bäume gesetzt und die Bahn gestrichen), dazu kamen vermehrt Boogies auf.
Des Anstandes wegen: Es gab auch heißen Tee und Kaffee, sowie jede Menge Stückchen, Kuchen, Bananen,..

 

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Noch einmal kurz zurück zum Spiel: Frühere Teilnehmer erinnern sich sicher auch an das Loch 4 in Form einer Blech-Badewanne, die diesmal noch etwas tiefer im Bunkersand versenkt und Ziel war. Könner haben das Ding mit einem vollen Treffer laut abgeschossen, andere eher zum erfüllten Glück noch bei genauem Hinhören sanft berührt. Aber Hauptsache die Bahn wurde erfolgreich abgeschlossen. Warum E-Cartfahrer die Blechwanne mehrfach umrundeten haben wir nicht ergründen können – vielleicht waren es Hochgefühle, die Suche nach der Martinsgans oder einfach nur der Spaß mit einem Cart auch mal „Querfeldein“ fahren zu dürfen.
Nach rund 5 Stunden hatte es schließlich auch der letzte Flight wieder in das Clubhaus geschafft und mit einem anständigen Glas Sekt konnte dann die Abendrunde zu Tisch eingeläutet werden.

 

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Bleibt der Irrtum des Jahres: Die Idee der Turnierfestsetzung an einem Feiertag in der Woche anstelle des üblichen Samstags früherer Jahre war eigentlich schon klug wie die Teilnehmerzahl zeigte. Dem Bezug eines ausgedehnten Martinsgans-Buffets von örtlichen Metzgereien wie in den Vorjahren aber völlig abträglich (Dumm gelaufen: Metzgereien haben nun mal Feiertags geschlossen und alle kleinen Restaurants der Region sind an Feiertagen auch bestens ausgelastet). Die sonst ab und zu anzutreffenden Nilgänse auf dem Platz waren auch entflogen und nicht mehr greifbar. Ergo ein Martinsgansturnier ohne Martingsgans? Die Lösung in der kurzfristigen Not war der Kontakt zu einer neuen Golfschülerin und zum Glück auch Chefin eines nahegelegenen Wellness-Hotels. Das hat auch mit einem vorzüglichen Buffet geklappt – kein Gänseschlegel blieb übrig.
Den kleinen Preisunterschied haben unser Club-Präsident Michael Hildenbeutel und Vizepräsident Michael Petzold ausgeglichen. Vielen Dank! Das Problem wird sich vermutlich erst wieder in 500 Jahren stellen.

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Es gab übrigens auf dem Turnier 29 Sieger, daher können wir sie hier nicht alle nennen. Und auf einem abschließenden Putting-Wettbewerb im Clubhaus durften dann auch alle anwesenden Nicht-Golfer mit viel Spaß und Erfolg teilnehmen.

 

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Bleibt die Frage, ob eine Martinsgans fliegen kann? Wir haben nur die Kraniche gesehen und gehört, die Nilgänse waren weg und die Martinsgans auf dem Teller (siehe Abschlußfoto).

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So wünschen wir vom Buchenhof allen Clubmitgliedern und Golfern, Turnier-Teilnehmern, Spielerpartnern und allen Mitmenschen eine schöne Vorweihnachtszeit!

 

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